Ursprung und die Entwicklung der gesetzlichen Rente

Jeder Arbeitnehmer ist dazu verpflichtet einen Rentenversicherungsbeitrag von seinem Einkommen zu zahlen. Dieser ist prozentual festgelegt und soll zur Finanzierung seiner eigenen Rente dienen.

renteTatsächlich werden jedoch keine Rücklagen angespart, sondern die eingezahlten Rentenbeiträge der Arbeitnehmer werden direkt an die Rentner ausgezahlt. Durch die hohe Arbeitslosigkeit und die lange Lebenserwartung der Bürger können diese hohen Rentenkosten jedoch kaum noch von den Arbeitnehmern bewältigt werden. Diese Umlagefinanzierung trat 1968 in Kraft und hat bis heute zu steigenden Beitragssätzen und Leistungskürzungen geführt. Auch das Renteneintrittsalter ist aufgrund der schlechten Finanzierung mittlerweile angehoben worden. Während es 1972 auf 63 Jahre für langjährig Versicherte abgesenkt wurde, können heutige Arbeitnehmer damit rechnen erst mit 67 Jahren in Rente gehen zu können.

Reichskanzler Otto von Bismarck hat die gesetzliche Rente 1889 eingeführt. Zu dieser Zeit wurde davon ausgegangen, dass die Familien für den wesentlichen Teil der Lebenshaltungskosten ihrer Familienangehörigen im Rentenalter aufkommen. Die Rente sollte lediglich als Zubrot dienen. Erst in der Nachkriegszeit, im Jahr 1957, wurden die Beitragssätze prozentual dem Einkommen angepasst. Damit sollte Höherverdienenden die Möglichkeit gegeben werden auch weiterhin ihren Lebensstandard zu halten.

Diese Höhe der Beitragssätze betrug im Jahr der Einführung 14 % des zu berechnenden Einkommens. In den folgenden Jahren stieg es stetig weiter an. Im Jahr 1968 waren es bereits 15 %, 1972 17 % und zum heutigen Tag betragen diese Beitragssätze 18,9 %. Dabei muss der Beitrag je zur Hälfte vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber gezahlt werden.

Trotz dieses immensen Anstiegs der Beiträge reichen die Einnahmen kaum noch aus um alle anfallenden Renten zu bezahlen. Dadurch fallen auch die jeweiligen Renten extrem niedrig aus und vielen Rentner reicht die gesetzliche Rente nur noch aus um ein Existenzminimum zu finanzieren. Größere Ausgaben und kleine Luxusartikel sind für sie kaum noch bezahlbar.

Einführung der staatlichen Förderung

Um diesem Phänomen der Altersarmut zu entkommen, sollten alle Arbeitnehmer frühzeitig über eine private Altersvorsorge nachdenken. Diese PAV kann einen guten Ausgleich zu der finanziellen Differenz zwischen der gesetzlichen Rente und dem bisherigen Lebensstandard leisten. Jahrelang haben die Deutschen Kapitallebensversicherungen für ihre private Altersvorsorge genutzt. Doch durch die immer stärker sinkenden Zinsen wurden Lebensversicherungen als Altersvorsorge immer unattraktiver. Auch der Staat hat die Problematik der Rentenzahlung entdeckt und möchte seine Bürger darin bestärken selber etwas für die eigenen Altersvorsorge zu tun. Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber können von dieser Förderung profitieren. Im Jahr 2001 wurde daher die so genannte Riester Rente eingeführt.

Arbeitnehmer die bereit sind einen jährlichen Beitrag für ihre private Altersvorsorge zu zahlen erhalten auf diesen Riester Vertrag vom Staat Zulagen. Die Höhe der Förderung ist abhängig von der persönlichen Situation und der Anzahl der Kinder. Seit 2005 haben auch Selbständige die Möglichkeit durch eine private Rentenversicherung staatliche Fördergelder zu erhalten. Sie werden von einem Teil ihrer jährlichen, steuerlichen Last befreit. Dieser Betrag fließt direkt in ihren Rürup-Vertrag, so dass sie sowohl im laufenden Jahr als auch im Alter von dieser privaten Altersvorsorge profitieren. Mehr Informationen zur Riester Förderung gibt es bei ruerup-riester-rente.net oder der Deutschen Rentenversicherung.

Weiterhin gibt es viele weitere Möglichkeiten privat fürs Alter vorzusorgen. So zeichnet sich eine englische Lebensversicherung besonders durch eine hohe Rendite aus, bezogen auf die Erfahrungswerte der Vergangenheit. Wenn dies auch keine Vorraussage für die Rendite der Zukunft zulässt, so kann man diese Entwicklung doch als Anhaltspunkt nehmen. Eine britische oder auch englische Lebensversicherung lässt sich seit einigen Jahren auch ganz bequem in Deutschland abschließen.

Vergleich der Riester und Rürup Förderung

Der Hauptunterschied der so genannten Riester- bzw. Rürup Förderung liegt vor allem bei den Zielgruppen, aber auch in der Durchführung. Bei beiden Renten handelt es sich um staatlich geförderte Altersvorsorgen. Die Art der Förderung ist jedoch unterschiedlich.

esemDie Riester Rentenversicherung ist vor allem für gesetzlich rentenversicherte Arbeitnehmer gedacht. Aber auch Beamte, Soldaten oder Eltern im Erziehungsurlaub können von dieser staatlichen Unterstützung profitieren. Der Antragsteller muss 4 % seines Bruttogehaltes in den Riester Banksparplan oder Fonds einzahlen und erhält damit automatisch die staatlichen Zulagen. Diese richten sich u. a. nach dem Familienstand aber auch für jedes Kind erhält der Versicherte Förderungen. Diese liegen derzeit bei 300 € jährlich für jedes Kind.

Auch Geringverdiener können von dieser Art der staatlichen Zulagen profitieren. Sie müssen jedoch bereit sein einen Eigenbetrag von 60 € in die Versicherung einzuzahlen. Nach dieser Zahlung sind sie voll förderberechtigt. Der Antragsteller bezieht die monatliche Riester Rente zeitgleich mit der gesetzlichen Rente. Beim vorzeitigen Tod des Versicherungsnehmers kann diese Rente jedoch auch für eine gewisse Zeit an die Hinterbliebenen gezahlt werden oder diese erhalten, je nach Vertrag, einen einmaligen Festbetrag.

Die Rürup Rente ist vor allem für Selbständige sinnvoll

Die Rürup Rente ist vor allem für Selbständige und Freiberufler geeignet. Sie werden nach Abschluss der Versicherung über ein privates Versicherungsunternehmen von einem Teil ihrer jährlichen, steuerlichen Last befreit. Diese Summe fließt vollständig in die Rentenversicherung hinein. Die Formalitäten sind bei dieser Form der Altersvorsorge denkbar einfach. Der Antragsteller muss nur  bei seiner Steuererklärung die Beiträge für die Rürup Rente angeben.

Ein Hinterbliebenenschutz ist nach Angaben von Ruerup-Riester-Rente.NET in der ursprünglichen Form nicht vorgesehen, kann jedoch durch eine Zusatzversicherung mit vereinbart werden. Jeder Selbständige, der sich einmal für die Rürup Versicherung entschieden hat, ist daran gebunden. Er kann sie nicht mehr wechseln oder kündigen. Lediglich bei finanziellen Engpässen kann er vorläufige Beitragsbefreiung beantragen.

Besser umfassend informieren

Beide Rentenversicherungen haben für die Versicherten grundlegende Vorteile. Sie sind unantastbar, sowohl bei Arbeitslosigkeit als auch bei Insolvenz. Bei herkömmlichen Kapital-Lebensversicherungen sind die in finanzielle Not geratenen Personen dazu verpflichtet diese erst auszahlen zu lassen. Dadurch ist der ursprüngliche Gedanke, nämlich die Absicherung im Alter, nicht mehr gegeben. Zusätzlich zu den staatlichen Förderungen ist hier also ein weiterer, großer Vorteil für die Versicherten zu sehen. Auf der Webseite kapitalLebensversicherungen.eu erhält man weitere Informationen zur Kapitallebensversicherung.

Wer sich für eine dieser beiden Renten interessiert, sollte sich im Internet oder bei einem Versicherungsmakler gut über die Möglichkeiten informieren. Beide Rentenversicherungen sind immer von der persönlichen Situation abhängig. Daher gelten für jeden Antragsteller andere Regelungen sowohl in der Zahlung als auch in der Förderung.